Sprachschulkurs in Toronto, Kanada
Sven Lange verbrachte den Sommer 2008 in Toronto, Kanada und besuchte dort einen Sprachkurs.
Name: Sven Lange
Programm: EF Internationale Sprachschulen
Ort: Toronto / Kanada
Zeit: Juli/August 2008
Es war ein sonniger Tag im Juli 2008, als ich mich von Frankfurt aus auf den Weg nach Toronto machte, um die aufregendste, kulturellste und unvergesslichste Zeit meines Lebens zu erleben. Doch bevor es soweit war, landete der Flieger nach gefühlten 10 Stunden im amerikanischen Philadelphia - das endgültige Ziel war noch lange nicht erreicht, denn es war lediglich ein Zwischenstop. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass wir zu spät gelandet waren und ich innerhalb von gerade einmal 30 Minuten von dem einen an das andere Ende des Flughafens kommen müsste, um meinem Transitflug nach Toronto zu erwischen. Doch meine vorerst optimistische Einstellung schwand, als ich nach 10 Minuten endlich mein Gepäck schnappen konnte und mich auf dem Weg zum anderen Gate eine scheinbar endlose Warteschlange vor der erneuten Passagier-Abfertigung überraschte. Nachdem ich gute 15 Minuten in der Sicherheitskontrolle verbrachte, konnte ich endlich im Eiltempo zum Gate laufen. Zum Glück wusste die Boardcrew dass der Flug von Frankfurt verspätet war und wartete auf die verbliebenen Fluggäste, sodass ich es schließlich doch noch pünktlich in den Flieger schaffte. Von Philadelphia flogen wir 2 Stunden über die teils herrlichen Landschaften des Bundesstaates Pennsylvania und über den Lake Ontario bis die Maschine am Lester B. Pearson International Airport in Toronto landete.
Nach dem Abholen meines Gepäcks wurde ich bereits von einem Mitarbeiter von EF empfangen und wurde vom extra gebuchten Shuttle- und Transferservice bis vor das Haus meiner Gastfamilie gefahren. Nachdem ich am Abend noch meinen französischen Zimmergenossen, unseren japanischen Mitbewohner sowie den Sohn der Gastfamilie kennengerlernt hatte, ging ich nach einem kleinen Abendsnack schlafen, da ich am nächsten Tag schon früh raus musste.
Nun begann für mich das große Abenteuer in der größten und multikulturellsten Metropole in Kanada. Am nächsten Morgen begleitete unser Mitbewohner meinen französischen Zimmerkollegen und mich auf dem Weg zur Schule. Doch dies war komplizierter als anfangs gedacht. So mussten wir zuerst zur nächstgelegenen Bushaltestelle laufen, von dort aus mit dem Bus zur U-Bahn-Station in der Jane Street und anschließend von der Bathurst Station mit dem Streetcar - also der kanadischen Version der Straßenbahn - zur Haltestation in der Nähe der Internationalen Sprachschule fahren. In der Schule angekommen ging es nach wenigen Minuten auch gleich mit der Begrüßung durch die Schulleitung und dem obligatorischen Einstufungstest los. Nachdem wir den Test nach gefühlten 3 Stunden beendet hatten, durften wir einige Stunden zur freien Verfügung in Toronto verbringen, bevor wir die Testergebnisse erhielten. Zurück in der Schule erfuhren wir, in welche Klassen wir eingeteilt wurden, und durften wieder die City von Toronto erkunden und anschließend den Abend nett ausklingen lassen. Zum Glück lagen meine Schulstunden nachmittags, so konnte ich ein wenig ausschlafen und noch gemütlich durch Toronto bummeln, bevor es in die Schule ging.
Ein Typischer Schultag besteht aus zwei bis drei 80-minütigen Unterrichtseinheiten, sodass man wöchentlich insgesamt 13 Unterrichtseinheiten absolviert hat. Zwischen den Unterrichtseinheiten, welche jeweils aus zwei 40-minütigen Lektionen bestehen, gab es jeweils eine Pause von 10 Minuten, welche man dazu nutzen konnte in der Student-Area kostenlos im Internet seine Emails zu lesen, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder am schuleigenen Verpflegungsstand sich kostengünstig zu erfrischen. Selbstverständlich konnte man die Pausen auch nutzen um sich über die organisierten Ausflüge informieren und sich gleich eintragen zu können. So konnte man zum Beispiel für 175,- kanadische Dollar einen Tagesausflug zu den Niagarafällen oder für 300,- kanadische Dollar einen 4-Tagesausflug nach New York buchen. Auch ein beliebtest Ausflugsziel ist „French Canada“ eine Rundreise durch die französisch sprechenden Metropolen wie zum Beispiel Montreal und Quebec. Auch kann man durch die Schule vergünstigte Eintrittskarten für den CN-Tower oder eine Stadtrundfahrt erwerben.
Meine Gastfamilie war zu meiner Überraschung nicht gebürtig aus Kanada, sondern aus dem warmen und sonnigen Trinidad and Tobago. Sie waren sehr freundlich und kümmerten sich intensiv um uns Gastschüler. Meine Gastmutter kochte für uns jeden Abend teilweise typisch kanadische Gerichte, aber auch Gerichte aus ihrem Heimatland, was für ziemlich viel Abwechslung sorgte.
Neben den Unterrichtsfächern "General English" und "Listen & Speak" gab es auch noch die vielmals beliebten "iLab"-Stunden, welche unter Aufsicht unseres Klassenlehrers in den speziell dafür eingerichteten Computerräumen abgehalten wurden. Dort konnten wir unsere Aussprache und das Hörverständnis mit Hilfe modernster und eigens von EF entwickelter Lernsysteme trainieren und die Fremdsprache Englisch in Wort und Schrift verbessern. Die meisten Klassen setzten sich aus 7-10 internationalen Schülern zusammen und hatten für jedes Fach einen festen Klassenlehrer. Während meines Aufenthaltes hatte ich eine Woche vor Abreise die Chance bekommen, in eine höhere Klassenstufe zu wechseln, doch hiervon wurde mir aufgrund der Kurzfristigkeit abgeraten, da ich somit aus meiner alten Klasse herausgerissen werden würde und in eine komplett neue Klasse müsste. Darum blieb ich in der mir zugeteilten Klassen, was ich bis heute auch nicht bedauer.
Selbstverständlich wurden sehr viele Aktivitäten, die von der Schule organisiert werden, angeboten.
Wie unter anderem auch ein Wochenendausflug in Amerikas bekannteste Metropole New York, welchen ich selbstverständlich mitgemacht habe. Die Anreise nach New York erfolgte mittels eines Reisebusses und dauerte ungefähr 8 Stunden. Doch die lange Anreise hat sich gelohnt, denn New York war echt faszinierend. Wir hatten einen echt genialen Reisebegleiter, der uns ganz New York zeigte und abends auch mit uns feierte und die Stadt unsicher machte. Wir waren unter anderem auf dem Top of the Rocks, im Central Park, in der 5th Avenue, auf dem Times Square und am Ground Zero. Insgesamt war es echt ein absolut genialer und unterhaltsamer Ausflug, den wir auf der Rückfahrt mit einem Aufenthalt in einer Outlet-City mit wildem und preisgünstigem Shopping beendeten.
Aber nun langsam zurück zum eigentlichen Thema: Mein Aufenthalt in Toronto. In der Internationalen Sprachschule Toronto habe ich während meines ganzen Aufenthalts sehr viele Erfahrungen gesammelt und neue Freunde aus den verschiedensten Ecken der Welt - wie z. B. Spanien, Mexiko, Niederlande, Frankreich, Japan, usw... - kennengelernt und auch viel mit ihnen unternommen. So waren wir zum Beispiel auch bei einem Baseball-Spiel im Rogers Center oder auch auf Toronto Islands, die Inseln im Lake Ontario, welche auch einen Freizeit- und Erlebnispark beherrbergen.
Unbedingtes Pflichtprogramm ist natürlich auch die Fahrt auf den CN-Tower, welcher neben dem normalen Besucherdeck auch das noch einige Meter höhere "SkyPod" bietet, von dem aus man einen unbeschreiblichen Blick über ganz Toronto und teilweise über den Lake Ontario hat.
Leider hat auch die schönste Zeit einmal ein Ende. So näherte ich mich immer schneller dem Tag des Rückfluges nach Deutschland. Doch bevor es soweit war, musste ich unbedingt nochmals die Stadt erkunden. Deshalb machte ich eine kleine Stadttour vorbei am Castle Casa Loma bis hin zum berühmten Eaton Centre und nutze die verbleibende Zeit für einige Erledigungen. Am letzten Schultag vor dem Rückflug kamen nochmals die ganz großen Emotionen, als ich mich von meiner Klasse und Freunden verabschiedete. Da ja leider nicht jeder die gleiche Zeit in Toronto bleibt, gibt es häufiger Verabschiedungen.
Doch nichts desto trotz stehe ich immer noch über Facebook mit allen Freunden aus Toronto, den Lehrern und Mitarbeitern von EF Toronto sowie der Gastfamilie in Kontakt. Doch dann war es soweit: Der Tag des Rückfluges war gekommen. Der Rückflug ansich ist problemlos verlaufen, abgesehen davon, dass wir bei meinem Transitflug von Philadelphia nach Frankfurt mit einer einstündigen Verspätung starten konnten, da es Unwetterwarnungen gab. Dennoch kamen wir so früh in Frankfurt an, dass sogar das Gate noch geschlossen war und wir somit nochmals 30 Minuten auf dem Parkfeld des Flughafens warten mussten.
Als Fazit kann ich nur sagen, dass es ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis war. Ich kann jedem nur empfehlen einen solchen Aufenthalt im Ausland - nicht nur in Toronto - zu absolvieren und selbst mitzubekommen, wie es in anderen Ländern ist, sowie neue Freundschaften und Kontakte zu knüpfen. Aus diesem Grund werde ich schon dieses Jahr wieder einen dreiwöchigen Aufenthalt in Toronto verbringen, um dort mein Englisch zu verbessern.
Mehr Informationen und kostenlose Infobroschüren zu Sprachreisen findet ihr bei EF - Education First
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